when i opened my eyes
 i saw nothing.
 blue.
 i saw blue

 and to be honest, i was feeling a little
 blue, too.
 
 the clouds are passing by
 and morphing into new selves
 
 kind shapes
 dreamy
 free.
 
 being a cloud must feel inspiring
 being nothing and so much
 at the same time
 
 a white fluffy orb
 traveling the skies
 blessing human eyes
 with pictures 
 shadows
 cloudiness.
 
 and even clouds
 feel the need to cry sometimes
 even though they don’t have to be anywhere
 even though they are in a constant process of evolving.
 but maybe a cloud is sad to leave
 to not have a home
 
 the next time that i’m sad
 and feeling caged in 
 this life that was built for me
 i will think about the cloud
 and it’s dream
 of a home. 

Nächtliche Überlegerei über den Sinn des Lebens

 Schwebend im Bett
 Kehre ich den Blick nach innen
 Irrend wirrend verwirrt
 Suche ich nach etwas
 Das ich wahrscheinlich nicht mal finden will
 Denke über Fragen nach deren Antworten es nicht gibt
 
 Ich muss mir selbst erklären wie das Leben funktioniert
 Selber erfahren wer ich bin
 Andere Leuten bei sowas nach Auskunft zu fragen
 Macht keinen Sinn.
 Macht nur durcheinander und blockiert
 
 Irgendwann vielleicht wissen wer ich bin
 Das wär vielleicht ein Sinn
 Im Leben
 Aber kann es so etwas überhaupt geben?
 
 Währenddessen schreibe ich vor mich hin
 Über den eventuell nicht existierenden Sinn
 Und schwelge und schwebe und sinke in Gedanken dahin
 Vielleicht nicht mehr so sehr
 Auf der Suche nach dem Sinn
 
 Viele wichtige Menschen trennten ihre Meinungen 
 Konnte sich nicht einigen
 Aber ich find die Freiheit klingt gut
 Trotz dem widersprüchlichen Konzept
 Klingt das Freisein für mich sehr nett
 
 Und ich hoffe dass ich eines Tages irgendwo stehe
 Und aufs Meer blicke
 Und nicht an meinen schweren Gedanken ersticke
 Und mir denke ich habs alleine bis hier her geschafft
 Und es hat sogar ein bisschen Spaß gemacht 

Irgendwas dazwischen

 In meinem Viertel sind die Häuser groß 
 Und Menschen unterwegs
 Aber trotzdem ist es dunkel und still
 Denn die Schritte sind lautlos und schnell
 Und bald vorbei
 Um die nächste Ecke
 
 In der Großstadt 
 wo die Lichter in den Fenstern brennen
 An denen Menschen aber nur vorbei rennen
 Es ist kalt und die Straßen scheinen leer
 Die Menschen wie gehende Illusionen
 Das zu Hause fühlen fällt mir schwer
 
 In meinem kleinen Zimmer, in dem es riecht wie eine Mischung aus Küche und Sofa
 Und dessen einziger Bewohner ich bin
 Aber es ist okay, wenn die Menschen  draußen keine Zeit haben
 Und ihre schweren Taschen schnell nach Hause tragen
 Denn ich sitz in meinem Zimmerchen in dem die Lichterkette kaputt gegangen ist
 Und obwohl ich alleine bin, bei weißem Licht
 Einsam fühlen muss ich mich heute trotzdem nicht 

lass mich.

Der Lärm, der mich umgibt
Frisst sich seinen Weg durch mein Herz
Schreit und weint
Hält mich fest in seiner Faust
Lässt mich nicht atmen
Gibt mich nicht frei
Ich will nur frischen Wind in meiner Lunge
Stattdessen flutet mich Nikotin
Ich will nur Klarheit in meinem Kopf
Stattdessen raubt Ethanol mir alle Sinne
Lass mich atmen, gib mich frei
Doch ich hör nur Lärm
Lärm in meinem Herz

Energie

Die Energie in meiner Brust
Die ist nicht ganz normal
Die wütet da so innen drin
Mal ist sie still, mal bricht sie aus
Dann kommt ein Schrei
Nicht kontrolliert
Zwei Tränen fließen da herab
Die bahnen sich den Weg
Den Weg in meine Seele
Den findest du bestimmt
Keine Wand ist da als Hindernis
Aus Rosen läufst du dort
Schau, dort schießt Blitz und dort dröhnt Donner
Und Regen fällt in mir
Die Tränen sind nun längst versiegt
Die Energie ist leer
Schlaf füllt mich auf, das leere Ding
Die Hülle liegt nur rum
Doch warte nicht zu lang auf mich
Du stirbst noch
Doch nur von meiner Hand.

nachtgesang

es gab eine zeit
in der wir träumen konnten
ohne rücksicht, ohne angst
in der das gras grün war
und voller musik deine augen

es gab eine zeit
in der wir uns gedichte vorlasen
spät in der dunklen nacht
in der wir tranken und uns liebten
bis wir versanken
im mondschein

es gab eine zeit
in der wir jung waren
jung im herzen
jung im geist
eine zeit
in der wir schwarze bilder malten
und uns blumen pflückten

weil wir ja nicht mehr da sind
bald irgendwann …

Nachthimmel über dem Vondelpark, Amsterdam