Existenzielle Literatur bei geschlossenen Vorhängen und Augusthitze

 Meine Träume sind ein Rauschen
 Hintergrundgeräusche meiner Existenz
 Ich fing an zu lesen und eine Stunde verging
 Wenn es mir um mein wohl ginge dürfte ich keine düsteren Bücher mehr lesen
 Aber sie erinnern mich dass ich fühlen kann
 In Momenten in denen ich es vielleicht nicht einmal will.
 Meine Poesie ist ein rotzen von Gedanken die es nicht wert sind in ganze Sätze gefasst zu werden
 Und so spucke ich sie in Verse wie auf einen schmutzigen Gehweg
 
 Das Leben ist wirklich ein Aussichtsloses verfangen
 Und zu Verstehen wie wenig wir doch jemals wissen können
 Kann oder ist schlimmer als der Tod an sich
 Ich wünschte Jaspers würde mich in seinen Armen halten
 Und mir ruhig erklären wieso es gut ist dass alles ein Ende findet
 Dass wir darin uns selbst erleuchten
 Aber wann wird es soweit sein?
 Werde ich so wie der Fremde viel zu spät die Essenz meines Existierens verstehen?
 Falls er es überhaupt jemals tat
 Ich möchte nicht von der Welt zerrissen werden um sie fassen zu können
 Meine Annäherung an Fühlen sollte nicht immer mit Schmerz verbunden sein
 Deine enigmatischen Augen sind nicht mehr als eine Sammlung aller meiner Fragen
 Und dein weicher Mund kaum mehr als das Wispern einer Antwort
 
 Vielleicht war Jaspers Stimme ein schreckliches Krächzen
 Und meine Poesie alleine als Ausdruck meiner Selbst in ihrer Existenz gerechtfertigt
 Ich wünschte ich würde mehr schreiben als rätselhafte Wörterketten entsprungen meiner verwirrten Tiefen
 Aber vielleicht ist das der Weg auf dem ich Kunst betreibe
 Scheiß auf aktive Reflexion und Konstruktion von bedeutungsebenen
 Die stärksten Bedeutungen kann niemand artifiziell hervorbringen
 Und so lasse ich meine Worte und Fragen existieren in ihrer hässlichen ach so unpoetischen Form
 Einfach nur als Segel
 Das meine Seele, in all ihrer Schwammigkeit, ein bisschen hält